TAHITI - MOOREA
Karfreitag, 3. April. Um 09.00 Uhr verliess die Fähre Papeete Richtung Moorea. Nach 30 Minuten war die Überfahrt Geschichte, wir waren gespannt was uns erwartete. Moorea ist eine gebirgige Insel ebenfalls vulkanischen Ursprungs, auch hier ist alles sattgrün. Vom Hafen führte die Fahrt der Küste entlang. Nach knapp 1 Stunde erreichten wir unser Hotel. Natürlich waren wir gespannt wie unser "Over Water Bungalow" aussieht. Wir waren sprachlos. Ein Bungalow auf Pfählen welcher nichts zu wünschen übrig liess. Als erstes tauschten wir unsere Kleider gegen die Badehose und schon sprangen wir direkt vom Bungalow in das glasklare, blaugrüne, ca 27 Grad warme Wasser der Lagune.

Foto schwimmend vom Schreibenden aufgenommen sowie Foto nachstehend sollen euch ein bisschen einen Eindruck geben von unserem Bungalow.
Samstag, 4. April. Um 09.00 Uhr werden wir von Ron empfangen. Ron, ein Holländer welcher mit einer Polynesierin verheiratet ist, lebt schon seit 10 Jahren auf Moorea. Für uns nicht unangenehm nach 2 Wochen wieder einmal mit jemandem Deutsch zu sprechen. Auch hier waren wir alleine mit dem Guide unterwegs. Gott sei Dank waren wir mit einem 4x4 "ausgerüstet", denn bald einmal wussten wir nicht ob wir auf einer Strasse oder in einem ausgetrocknetes Bachbett fuhren. Jedenfalls glutschte in unseren Mägen der frischgepresste Ananassaft welchen wir bei einer Besichtigung einer Ananasplantage getrunken haben. Nebst Ananas gedeihen unter anderem auch Bananen, Papayas, Avocados, Grapefruit und Mango.
Ron hat uns viel erzählt, auch über alte Sitten und Bräuche (Tänze, Gesänge, Tätowierungen etc.) welche teilweise von den Missionaren leider "zur Sau gemacht wurden" aber glücklicherweise wieder auferlebt sind.
Nochmals ein paar Wort zu Polynesien und den Einwohner:
- Keine Schlangen, und auch sonst nichts was kreucht und fleucht. (Fast) keine Stechmücken.
- Die PolynesierInnen sind sehr fröhlich (wie ihre Musik), liebenswert und freundlich wie wir es in unseren Breitengraden schlichtweg nicht kennen. Da macht niemand "en suure Grind" - für uns wirklich ein wahrer Genuss.
- Die Polynesierinnen tragen meistens eine Tiaréblüte im Haar. Sind die Frauen noch frei, tragen sie diese für Tahiti typische Büte über dem rechten Ohr - sind sie in festen Händen bzw. verheiratet, dann über dem linken Ohr.
- Im Gegensatz zu unseren Frauen lieben die ledigen Polynesierinnen wenn man sie nicht mit "Frau" sondern mit "Fräulein" anspricht. Der Schreibende wurde darauf hingewiesen, als er eine rechtsseitige Blumenträgerin mit "Madame" angesprochen hat.
- Die Einheimischen tragen oft eine Tracht. Diese hat den Nachteil, dass Frauen und Männer berockt sind. Es ist nicht immer einfach Männlein und Weiblein auseinander zu halten - ein doppelter Blick auf "Füdli" und Busen ist unerlässlich.
P.S. Wir gehören nicht zu denjenigen Touristen welche die Einheimischen ablichten, hoffen aber schon noch bei Gelegenheit entsprechende Aufnahmen machen zu können welche wir euch dann nachliefern.
- Die Touristen in dieser Gegend kommen zu 50% aus den USA, 25% aus Frankreich, und der Rest aus Japan, China und dem übrigen Europa. P.S. Für die Neuseeländer und die Australier ist Polynesien zu teuer.
- Das Essen schmeckt uns ausgezeichnet. Viel Fisch, Poulet und Rindfleisch, dieses (nicht zähe Fleisch) ist meistens grilliert und wird wie der Fisch (mehrheitlich Schwert- und Thunfisch) und das Huhn mit allen möglichen Beilagen serviert. Schweine- und Kalbfleisch sucht man hier vergebens. Lammfleisch ist auch eher rar. Wein gibts aus Frankreich und Neuseeland und das Bier wird in Tahiti gebraut. Es hat den schönen Namen Hinano, hat 5% Alkohol und schmeckt ausgezeichnet. Ein Nachtessen bestehend aus einem Hauptgang und einem Dessert, begleitet von einer Flasche Wein und einer Flasche Perrier kostet für zwei Personen ca. 120 Franken.
- Wovon leben die Einheimischen? Primär vom Tourismus, von der Perlenzucht, vom Ananasanbau, dann wird auch Vanille angepflanzt und natürlich werden auch Fische gefangen. In der Hauptstadt Papeete hat es auch Banken, Handel und Industrie. Tahiti ist ja nur 17 km von Moorea entfernt...
Zurück zu unserem Ausflug. Ron hat uns viele Highlights der Insel gezeigt. Bemerkenswert die verschiedenen Aussichtspunkte. So standen wir z.B. in der Caldera des erloschenen Inselvulkans und hatten einen Blick auf den einmaligen Krater welcher uns in Form einer faszinierenden Bergwelt (800 bis 1000 m.ü.M.) umgab.
Atemlos war auch der Blick auf die Südsee mit ihren fast schon kitschig farbigen Lagunen und den vorgelagerten Korallenriffen.
Vielleicht war hier wirklich einmal das Paradies. Wir stellen es uns jedenfalls so vor. Gegen Mittag stieg die Temperatur auf ca. 34 Grad. Erinnerungen an die Tätigkeit des Schreibenden in Kourou wurden wach. (Gott sei Dank ist es jedoch hier nicht so feucht).
Nach unserer Tour war wieder ein Sprung ins Wasser angesagt - im Übrigen genossen wir unseren Bungalow und hatten Zeit zu lesen, auch im Internet wo wir leider erfahren haben, dass Matthias Gnädinger gestorben ist.
Ostersonntag, 5. April. Ruhetag, ausgeschlafen. 5 Minuten nach dem Erwachen ist Beatrice bereits im Wasser und macht einen ausgiebigen Morgenschwumm. Nach dem Frühstück ist faulenzen und entspannen angesagt.
Nach "Home Office" und Zeitung lesen haben wir eine Blitzidee gehabt - Auto mieten und den Teil der Insel besichtigen welchen wir mit Ron nicht gesehen haben. Gesagt, getan wir fuhren gemütlich um die Insel (60 km) und erfreuten uns an vielen "Strandpartys" welche die Einheimischen zelebrierten (einfach gemütlich zusammen sitzen, gemeinsam etwas grillieren und dazu einen Wein trinken). Was braucht es mehr an Ostern?
Montag, 6. April. The same procedure as yesterday. Ich mache die Augen auf und Beatrice ist bereits am Morgenschwumm. Also, auch ich sofort aus den Federn und ein Sprung ins Wasser.
Nach dem Frühstück ist packen angesagt, denn heute Nachmittag fliegen wir gegen Nordwesten, wo wir nach 1 1/2 Stunden an unserem nächsten Etappenziel, in Raiatea ankommen. Falls internetmässig alles klappt, werden wir uns von dort wieder melden.